Factoring - Kosten ausführlicher beschrieben
Die Factoringkosten setzten sich aus einer Gebühr auf den Umsatz, Zinsen für die Bevorschussung sowie sonstigen Gebühren zusammen. Die Gebühr für den Umsatz deckt hierbei die Übernahme des Delkredererisikos sowie die Inkassokosten ab.
Die unter die Factoringkosten fallenden Zinsen werden für den Zeitraum der Bevorschussung, also vom Ankauf der Rechnung durch den Factor, bis hin zur Zahlung des Debitors, berechnet. Zu sonstigen Gebühren können Bankgebühren, Kauflimitprüfungsgebühren und so weiter gehören.
Üblicherweise sind die Factoringkosten geringer als die Kosten für die Akkreditivstellung. Standardkonditionen gibt es jedoch im Factoring nicht und so sind auch die Factoringkosten je nach Unternehmen und Aufgabenstellung unterschiedlich.
Hierzu gibt es eine Faustregel: die Factoringkosten liegen normalerweise unter den Kosten für vergleichbare Kontokorrentkosten, sofern das effektive Zahlungsziel mindestens 30 Tage beträgt und der Umsatz eine branchenübliche Größenordnung hat.
Ein großer Vorteil von Factoring gegenüber einem Kredit besteht darin, dass die anfallenden Zinsen taggenau und nur für den wirklich in Anspruch genommenen Betrag berechnet werden.